Ernennung zum Hochschulprofessor in Koblenz

Am 24. Juni 2019 wurde ich zum Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing an der Hochschule Koblenz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, ernannt. Etwas mehr als vier Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Management der Deutschen Telekom AG und etwa ein Jahr nach meiner Promotion zum Doktor erfolgte nun der Ruf zum Professor. Ich freue mich sehr als Hochschulprofessor an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften auch die nächsten Jahre vor allem in der Lehre tätig zu sein, mit jungen engagierten Studierenden zusammenzuarbeiten und Praxiserfahrung und Theorie zu verbinden.

Mein Dank geht an alle, die mich in den vergangenen Jahren auf diesem Weg begleitet haben. Angefangen mit der Deutschen Telekom AG, für all die Erfahrungen und großartigen Zeiten, aber auch die Unterstützung bei der Veränderung. Danke nochmal an Niek-Jan van Damme und auch meinen Outplacement-Berater C. Repplinger, mit dem ich den Plan, Professor zu werden, strukturiert habe. Ein besonderer Dank geht an die Hochschule Koblenz, die mir von 2015 bis 2019 in Lehraufträgen und einer Vertretungsprofessur die Möglichkeit gab, parallel zu meinem Promotionsstudium Lehrerfahrungen zu sammeln. Viele Menschen haben mir ihr Vertrauen geschenkt, mir den Einstieg in die Lehre erleichtert und wertvolle Erfahrungen mit mir geteilt. Danke an Prof. Dr. Werner Hecker, Prof. Dr. Sibylle Treude, Prof. Dr. Axel Schlich, Prof. Holger Schmidt, Prof. Dr. Holger Reinemann und viele andere. Gleichermaßen konnte ich dank Prof. Dr. Thorsten Bonne und Prof. Dr. Kai Höhmann auch an weiteren Hochschulen Erfahrungen sammeln. Meine Promotion war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Ernennung zum Professor. Ich danke Prof. Maikki Diehl PhD, Prof. Dr. Karin Kreutzer, Prof. Dr. Markus Kreutzer und Prof. Dr. Christian Landau. In drei Jahren an der European Business School waren sie Vorbilder, Mentoren und Supervisoren für mich. Lehrerfahrungen auf höchstem Niveau haben mir ebenso geholfen wie die internationalen Forschungskonferenzen in Mailand, Atlanta, Brüssel, Washington DC, Waikoloa und Surrey.  Ich danke auch meiner Familie und meinen Freunden, die mir in den letzten vier Jahren den Rücken stärkten und mich begleiteten.

Abschließend danke ich alle Studierenden – es dürften mittlerweile in acht Semestern in der Lehre über 1.000 gewesen sein – für Aufmerksamkeit, Fragen, Engagement, Inspiration, Kritik und Feedback. Es ist ein Geschenk, mit jungen Menschen zu arbeiten und sie für Marketing und Betriebswirtschaft begeistern zu dürfen.

Studienergebnisse „ROPO in der Juwelierbranche“ in Koblenz vorgestellt

Über Kundschaft, die sich in einem Laden informiert und dann doch lieber online kauft, ärgert sich der Einzelhandel besonders. Weniger bekannt ist der umgekehrte Effekt, dass manche Menschen erst im Internet recherchieren oder sich in den sozialen Netzwerken inspirieren lassen und dann das Objekt der Begierde doch lieber vor Ort in einem Geschäft ihres Vertrauens erwerben. Wie häufig dieser so genannte ROPO-Effekt („research online – purchase offline“) bei den Koblenzer Juweliergeschäften zu finden ist und ob damit eher Risiken oder Chancen verbunden sind, haben nun vier Studentinnen des Masterstudiengangs Business Management mit dem Schwerpunkt Marketing and International Business an der Hochschule Koblenz im Rahmen ihres Praxisprojektes untersucht. Ihre Ergebnisse sowie konkrete Handlungsempfehlungen haben sie mir interessierten hiesigen Juwelierinnen und Juwelieren aus Koblenz am 5. Juni vorgestellt.

https://www.hs-koblenz.de/rmc/aktuelles/presse/detail/_n/vier-studentinnen-der-hochschule-koblenz-untersuchten-die-koblenzer-juwelierbranche/

Blog (KW 21): Veröffentlichung Digital-lokaler Einzelhandel

Konsumentenverhalten und Handelsstrukturen durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel. Gewerbetreibende, Lokalpolitiker und Marketingverantwortliche ringen darum, wie der lokal-stationäre inhabergeführte Einzelhandel dem Wandel begegnen und die Digitalisierung nutzen kann. Ich freue mich, im Rahmen der wissenschaftlichen Schriften des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Koblenz einen Beitrag zu Fragestellungen rund um Digitalisierung und Einzelhandel präsentieren zu dürfen. Darin verdeutliche ich auf der Grundlage einer Literaturanalyse und vereinzelter empirischer Primärerhebungen, die unter meiner Leitung (bis Mitte 2018) durchgeführt wurden, Lösungsansätze wie „Omnichanneling“ und „Local-Commerce Modelle“. Die Diskussion dessen führt zu einem hybriden Einzelhandelsansatz, mit dem Kunden auf allen von ihn präferierten Kanälen angesprochen und bedient werden.

Auf Anfrage sende ich Ihnen gerne ein Exemplar zu.

Blog (KW19): Global Brand Conference BERLIN

Three inspiring days at Global Brand Conference in Berlin. Great keynotes by Verena Bahlsen and Maik Richter! Moreover, I am grateful for the insights Pawel Dillinger shared with us so that Holger J. Schmidt and me were able to present „The Dillinger-Case“, an example for social software driven Brand Ambassadorship. Today, I am delighted to present another study which is building on a cooperation with Cape Peninsula University of Cape Town. Together with Pieter Steenkamp, PhD, MBA, Dr. Virimai Victor Mugobo and Holger J. Schmidt we realized an assessment of digital maturity and brand management activities of more than 900 companies in Koblenz (Germany) and Stellenbosch (South-Africa). A special thanks to our Koblenz student team who conducted the Koblenz data collection in time and with high quality. On top of that thanks to the students class I was happy to accompany in South-Africa weeks ago. The cross-boarder comparison really provided a fresh perspective.

Webartikel Hochschule Koblenz/

 

 

 

PhD – so what? / Doctoral Research Forum EBS

Mit Freude habe ich in der vergangenen Woche meine Erfahrungen mit Doktoranden der EBS Business School und Law School geteilt. Die Bedeutung des Doktor-Titels ist offensichtlich unterschiedlich in verschiedenen Feldern, wie Unternehmensberatungen, Rechtsanwaltskanzleien oder Telekommunikationskonzernen. Dies zumindest der persönliche Eindruck der Diskussionsteilnehmer. Für mich war die Promotion wichtig, da ich dabei einiges an Rüstzeug für eine gute Forschung und Lehre lernen konnten. Die Zeit an der EBS war geprägt von Professionalität, Internationalität und großartigen Menschen. Der Doktor-Titel gehört in der akademischen Welt irgendwie dazu. Privat habe ich mich noch gar nicht daran gewöhnen können oder wollen.

Blog (KW 7): Wintersemester 2018/19 neigt sich dem Ende

Ein weiteres Semester mit spannenden Erfahrungen an der Hochschule Koblenz neigt sich dem Ende. Vier Lehrveranstaltungen mit über 200 Klausuren, neun Bachelorarbeiten, zwei Masterarbeiten, eine Projektphase im Bachelorstudiengang und eine Projektphase im Masterstudiengang. Firmenbesuche, Kongresse zum Thema Digital Commerce, eine weitere Veröffentlichung im Harvard Business Manager, aber auch weiterhin die Zusammenarbeit mit der European Business School in diversen Forschungsaktivitäten. Die Liste ist mal wieder lang und es fühlte sich auch an, wie ein ausgefülltes Dozenten- und Forscher-Leben. Die Studierenden haben mir wieder viel Freude bereitet, nicht nur mit den besten Evaluationen, die ich je erhielt (ca. 100 Studierende bewerten meine Leistung im Gesamteindruck mit der Durchschnittsnote 1,10 (sehr gut)). Auch meine erste komplette Blended-Learning-Veranstaltung ging erfolgreich über die Bühne, die Ergebnisse stelle ich in Kürze vor (Danke an das Projekt Work-and-Study). Ich konnte diverse Gastredner von EDEKA, Porsche, Deutsche Telekom an der Hochschule begrüssen und bin stolz auf dieses Netzwerk, welches den Studierenden zugute kommt. Nun freue ich mich, in der vorlesungsfreien Zeit zwei spannende Studien aufzusetzen und zwei neue Lehrveranstaltungen im SS 2019 vorzubereiten. Beide in englischer Sprache, so dass im SS 2019 von vier Veranstaltungen nun nur noch eine in deutscher Sprache ist. Auch das ist gut für die Studierenden!

 

Fallstudie im Harvard Business Manager – Lokal, digital – oder beides?

Diese Woche bin ich erfreut, im renommierten deutschen Wirtschaftsjournal HARVARD BUSINESS MANAGER eine Fallstudie veröffentlichen zu können. Ich zitiere mal die Einordung im Heft: „Andreas Hesse, der mit seiner Studie über lokale Online-Marktplätze vor einem Jahr für Unruhe in der Branche sorgte. Für den Harvard Business Manager hat der BWL-Dozent nun eine fiktive Fallstudie über die Einzelhändler in einer deutschen Kleinstadt konstruiert.“

Das Format ist einerseits für die Lehre interessant, andererseits natürlich spannend was die Experten Markus Schmidt (Mayen), Andreas Haderlein (Online-City Wuppertal) und Janine Seitz (Zukunftsinstitut) dazu geschrieben haben.

Kinder-Professor an der Kinder-Uni. Eine neue Erfahrung …

Etwa 50 Kinder und 20 Eltern waren ein wunderbares Publikum für mein Angebot „Wie Google und das Internet Geld verdienen“. Ich habe versucht den Kindern zu erklären, an welchen Stellen scheinbare Gratisangebote nicht ganz so kostenlos sind, wie sie erscheinen. Wie Google Suchwörter verkauft, was Cookies sind und wie Re-Targeting funktioniert, wenn man nicht aktiv in Browser und anderen Einstellungen unterdrückt. Die Kinder waren herrlich aktiv, fragend und immer wieder erklärend. Besonders spannend dann der Blick auf YouTube und einen YouTuber, den viele kannten. Alles in allem sind die Kinder halt begeistert und an (noch mehr) Spaß interessiert, während die Eltern und ich auch eher an mehr Sicherheit und sinnvoller Nutzung interessiert sind. Auf jeden Fall war dieses Publikum eine neue Erfahrung für mich.

http://www.kinderuni-koblenz.de/

Blog (KW 41): Internet World Congress

In dieser Woche hatte ich die Gelegenheit am Internet World Congress in München teilzunehmen und auf dem Podium zu diskutieren. Gemeinsam mit Andreas Haderlein (Marktplatzexperte und Publizist), Roman Heimroth (CEO Atalanda) und Norbert Hegmann (CEO myenso) ging es um die Erfolgsmöglichkeiten von lokalen Marktplatzmodellen. Die Zusammensetzung der Diskussionsteilnehmer hat aus meiner Sicht gehalten, was sie versprach, eine kontroverse Diskussion. Wenngleich keine neuen Erkenntnisse entstanden, konnten wir recht gut aufzeigen, dass solche Modelle erfolgreich sein können, dies aber ein sehr sehr schwieriger Weg ist und selten gelingt.